Ortsteil Reichelsheim / Vereine / Turnverein: Unterschied zwischen den Versionen

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1922 schaffte man eine Fahne an und anlässlich der Fahnenweihe feierte der Verein sein erstes Jubiläum mit einem großen Fest.  
 
1922 schaffte man eine Fahne an und anlässlich der Fahnenweihe feierte der Verein sein erstes Jubiläum mit einem großen Fest.  
  
Im nationalsozialistischen Deutschland wurde dem Sport ein sehr hoher Stellenwert zugeschrieben, so kam man im August 1934 überein den Turnverein und den Sportverein zusammenzuschließen. Der Verein nannte sich fortan "Turn- und Sportgemeinde Reichelsheim".  
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Im nationalsozialistischen Deutschland wurde dem Sport ein sehr hoher Stellenwert zugeschrieben, so kam man im August 1934 überein den Turnverein und den Sportverein zusammenzuschließen. Der Verein nannte sich fortan [[Ortsteil Reichelsheim / Vereine / Turn- und Sportgemeinde Reichelsheim|"Turn- und Sportgemeinde Reichelsheim"]].  
  
 
Der Beginn des zweiten Weltkriegs brachte die Vereinstätigkeit wiederholt zum erliegen und nach dem verlorenen Krieg war jegliche Vereinstätigkeit zunächst verboten. Jedoch schon im Herbst 1945 wurde der Sportverein von der Militärregierung wieder zugelassen. Unter den Turnern kamen aber keine Aktivitäten mehr zustande. Die Reichelsheimer Männer spielten Fußball.
 
Der Beginn des zweiten Weltkriegs brachte die Vereinstätigkeit wiederholt zum erliegen und nach dem verlorenen Krieg war jegliche Vereinstätigkeit zunächst verboten. Jedoch schon im Herbst 1945 wurde der Sportverein von der Militärregierung wieder zugelassen. Unter den Turnern kamen aber keine Aktivitäten mehr zustande. Die Reichelsheimer Männer spielten Fußball.
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Version vom 17. Januar 2021, 22:54 Uhr

Mit „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) als Vorreiter erlebte der Sport während der Weimarer Republik in Deutschland einen regelrechten Aufschwung. Es hat lange gedauert, bis sich der Gedanke Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei auch in Reichelsheim zu gemeinsamen Aktivitäten von Sportbegeisterten geführt hatte.

Der Turnverein "Germania" wurde 1902 gegründet. Die Gründungsversammlung fand im Gasthaus zur Post statt. Zu diesem Anlass wurde im Garten des Gasthofes zur Post ein Gruppenfoto mit den Mitgliedern und den gewähltem Vorstand aufgenommen. Auf dem Bild sind 34 Personen.

Der 1. Weltkrieg zog die meisten jungen Männer zu den Waffen und die Vereinstätigkeit kam zum erliegen. Einige Turner kamen aus dem Krieg nicht mehr zurück. Es kamen neue - vor allem jüngere Mitglieder in den Verein und schon im Februar 1919 fand das erste Abturnen nach dem Kriege statt. Das hierzulande noch häufig verpönte Interesse am Fußball führte nun nach dem Krieg auch in Deutschland zu neuen Diskussionen und in Reichelsheim wurde der Wunsch nach diesem Spiel immer dringender. Eine Einigkeit konnte nicht herbeigeführt werden und so kam es zu einer Abspaltung und der Gründung eines eigenen Fußballvereins - dem "Sportverein".

1922 schaffte man eine Fahne an und anlässlich der Fahnenweihe feierte der Verein sein erstes Jubiläum mit einem großen Fest.

Im nationalsozialistischen Deutschland wurde dem Sport ein sehr hoher Stellenwert zugeschrieben, so kam man im August 1934 überein den Turnverein und den Sportverein zusammenzuschließen. Der Verein nannte sich fortan "Turn- und Sportgemeinde Reichelsheim".

Der Beginn des zweiten Weltkriegs brachte die Vereinstätigkeit wiederholt zum erliegen und nach dem verlorenen Krieg war jegliche Vereinstätigkeit zunächst verboten. Jedoch schon im Herbst 1945 wurde der Sportverein von der Militärregierung wieder zugelassen. Unter den Turnern kamen aber keine Aktivitäten mehr zustande. Die Reichelsheimer Männer spielten Fußball.

Es gibt leider keinerlei Aufzeichnungen vom Turnverein. Alle Informationen sind der Chronik des SV 1920 Reichelsheim entnommen.


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