Ortsteil Reichelsheim / Familie von Trillitz

Aus Historisches Reichelsheim
< Ortsteil Reichelsheim
Version vom 11. August 2020, 13:31 Uhr von Horstdiehl (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Familie "von Trillitz" in Reichelsheim

Das Anwesen in Reichelsheim Bingenheimer Straße 26 ist als Adelssitz überliefert und soll dem Landmajor von Trillitz gehört haben.

Alle Informationen, die über diesen Adelssitz und die Familie Trillitz gesammelt werden können, sollen hier wiedergegeben werden.


Die Familie "von Trillitz" hat in drei Generationen in Reichelsheim gelebt

Der fürstlich münsterische Dragoner-Hauptmann Christoph Abraham von Trillitz (1677 - ?) hatte mit seiner Frau Magdalena geb. Schautenbach zwei Kinder - eine ledig gebliebene Tochter und einen Sohn, den späteren Landmajor Johann Leopold Wilhelm von Trillitz. Dieser heiratete 1732 in Reichelsheim Elisabeth Johanna Philippine von Brombach und zeugte mit ihr zwei Kinder. 1734 - zwei Jahre nach der Hochzeit stirbt Elisabeth Johanna Philippine und auch das jüngste Kind. Beide werden in Reichelsheim beigesetzt. 1740 heiratet Johann Leopold Wilhelm von Trillitz in zweiter Ehe die aus Echzell stammende Philippina Sophia von Bose. Mit ihr hat er einen Sohn, welcher als Säugling stirbt und eine Tochter - Magdalena Charlotta Antonie Louise.

1747 verstirbt der in seinem Altersruhesitz in Reichelsheim, bei seiner Tochter Philippina Sophia lebende Karl Erdmann von Bose und wird auch in Reichelsheim bestattet.

1749 stirbt die Mutter Magdalena von Trillitz geb Schautenbach und wird in Reichelsheim beigesetzt.

Im November 1770 verstirbt Johann Leopold Wilhelm von Trillitz. Er wird in Reichelsheim beigesetzt.

Magdalena Charlotta Antonie Louise (Tochter zu Johann Leopold Wilhelm und Philippina Sophia) heiratet 1771 in Reichelsheim Philipp Ludwig Georg Friedrich aus dem Hause von Buseck und gebärt in Reichelsheim drei Kinder. Die jüngste Tochter Carolina Philippina Louise von Buseck stirbt 1772 als Säugling und wird in Reichelsheim bestattet. Den Werdegang der Söhne kann man auf der Webpräsenz http://www.buseckertal.de/buseck/stammtafeln/1d.htm verfolgen.

1778 verkaufen die Erben des Johann Leopold Wilhelm von Trillitz ihren Reichelsheimer Besitz und ziehen nach Stammheim.


Zu folgend aufgeführten Ereignissen liegen in Archiven Urkunden oder sonstige Dokumente vor

  • 20. Februar 1748 - Die Geschwister und Schwäger Karl Georg v. Bose, Johann Leopold Wilhelm v. Trillitz, Karl Johann Haubold v. Bose sowie Philippine Johanette Sophie Regine v. Trillitz geb. v. Bose bekunden: Sie haben über die Verteilung der väterlichen Erbschaft in angegebener Weise einen Erbvergleich geschlossen. siehe -> https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3776237
  • 22. Mai 1754 - Anweisung des Geheimen Rats Heinrich Christian v. Lauterbach in Frankfurt namens des regierenden Fürsten Heinrich v. Schwarzburg-Sondershausen an Landmajor v. Trilliz zu Reichelsheim zur Einsetzung des Otto Rudolf Crecelius auf die durch den Tod des Johann Wilhelm Schäfer vakant gewordene Gerichtsschreiberstelle zu Reichelsheim [in der Wetterau]. siehe -> https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v20032
  • 21. September 1778 - Philippine von Trilliz geb. von Bose, Kammerherr und Hauptmann L. von Buseck und seine Frau Charlotte geb. von Trilliz sowie die unverheiratete Ernestine von Trilliz verkaufen für 1500 Gulden ihr Haus am Untertor zu Reichelsheim (Wetterau) mit Zubehör an die Landesherrschaft von Nassau-Weilburg. siehe -> https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3040155
    (In dieser Urkunde ist vom Untertor die Rede, wobei das Anwesen Bingenheimer Str. 26 am Obertor gelegen ist. Gab es ein weiteres Anwesen der Familie Trillitz in Reichelsheim?)


Weitere Urkunden zur der aus Reichelsheim ansässigen Familie von Trillitz sind in Bezug auf Ankauf und Verkauf von Gütern in Eichelsdorf, Geiß-Nidda und Stammheim zu finden.


Durch die Hochzeit des Johann Leopold Wilhelm von Trillitz mit der aus Echzell stammenden Philippina Sophia von Bose taucht dieser auch in Urkunden der Adelsfamilie von Bose auf.

  • 19. September 1744 - Karl Erdmann v. Bose, fürstlich-hessischer Obristlieutenant der Regulierten Landmiliz, bekundet: Er hat erfahren, dass seine Tochter Magdalena Katharina sich der Familie unwürdig aufführt, sich von einem aus Mitleid aufgenommenen Betteljungen mehrfach habe schwängern lassen und ihn als Vater hilflos habe sitzen lassen, anstatt die Haushaltung zu führen. Sie habe sich auch nicht von ihrem lasterhaften Leben abbringen lassen wollen. Deshalb hat er sich nun entschlossen, ein Testament zu errichten, kraft dessen er seine Tochter Magdalena Katharina wegen ihres Verhaltens vom Erbe ausschließt. Dieses soll vielmehr in angegebener Weise seinen drei wohlgeratenen Kindern, namentlich Philippine Johannette Sophie Regine, Ehefrau des nassau-weilburgischen Majors Johann Leopold Wilhelm v. Trillitz, Karl Georg v. Bose und Karl Johann Haubold v. Bose, zufallen. siehe -> https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5005041