Ortsteil Reichelsheim / erste urkundlichen Nennung

Aus Historisches Reichelsheim
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ersterwähnung:

Der Name „Richolfesheim“ taucht nach heutigem Stand erstmals nachweislich im Jahre 817 in einer Urkunde auf. Es gibt zwar anders lautende Angaben zur ersten urkundlichen Nennung unseres Ortes - so geben manche Ouellenforscher Jahreszahlen an wie 718, 847 oder auch 852 aber man hat sich wie folgt auf das Jahr 817 geeinigt:
Das Hessische Staatsarchiv Marburg teilte 1967 dem Magistrat der Stadt Reichelsheim folgendes mit: „Ein ansehnlicher Teil der ehemals sehr reichen Überlieferung der Reichsabtei Fulda ist im Laufe der Jahrhunderte seit der Reformation in Verlust geraten.“ Da also viele Urkunden heute nicht mehr existent sind, soll es bei 817 gemäß der schriftlichen Aufzeichnungen des Reichelsheimer Pfarrers Friedrich Frankenfeld bleiben, der sich 1849 als erster die Mühe machte, die alten Unterlagen über Reichelsheim zu durchleuchten. Er schrieb (s. S. 87 der Pfarrchronik): „Reichelsheim, früher Richolfesheim und Richolfheim genannt, soll im Jahre 817, wo Kaiser Ludwig der Fromme 187 Mansen (1 Manse umfaßte 30 Morgen Ackerland oder 1 Hube. Das Wort kommt von ,manere' und entspricht dem deutschen ,heim' = Hofstelle, Siedlungsstelle) in Bingenheim und „Echecila“ (Echzell) im Gau „Wettereiba“ (= Wetterau) gegen andere Güter an die Abtei Fulda vertauschte, auch unterjenen 187 Mansen mitbegriffen gewesen und also auch unter die Abtei Fulda gekommen sein.“ Pfarrer Frankenfeld schrieb weiter: „Gewiß ist es, daß es eine geraume Zeit dem Abt von Fulda gehörte und daß der Abt Hatto von Fulda im Jahre 852 „ad portam monasteru fuldensis“ oder zur Unterstützung der Armen viele Güter unter anderm auch in ,Echecila“ und in ,Richolfesheim“ verschenkte...“


Link zum Archivdatenbankeintrag im Hessische Landesarchiv bezüglich der Urkunde aus dem Jahre 817