Ortsteil Heuchelheim

Aus Historisches Reichelsheim
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Überblick

Das Gemeindewappen zeigt ein Kugelkreuz auf gelbem Schild. Es heißt: Die Kugel sei als Symbol der Gerechtigkeit ein Hinweis darauf, daß es bereits im frühen Mittelalter im Dorf eine Gerichtsstätte gegeben hat. Die Kugel erscheint auch, umgeben von Palmenblättern, in dem ältesten bekannten Siegel des Dorfes, aus dem Jahr 1677.


Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes als „Hucheneleheim“ stammt aus der Zeit um 1090–1150. Es handelt sich um die Abschrift einer Urkunde im Codex Eberhardi. Diese Urkunde bezeugt zugleich Besitz des Klosters Petersberg bei Fulda.

Heuchelheim gehörte 1255 als Allod zur Münzenberger Erbschaft, dem Nachlass Ulrichs II. von Münzenberg. Die Münzenberger Erbschaft wurde zwischen sechs seiner Schwestern geteilt, aber als Kondominat gemeinsam weiter verwaltet. Die Rechte an den Anteilen – und damit die Herrschaftsrechte über Heuchelheim – wurden weiter vererbt und zum Teil auch verkauft, so dass sich immer wieder unterschiedliche Eigentümergemeinschaften bildeten. Mit der Auflösung der alten Territorialstrukturen in napoleonischer Zeit wurde Heuchelheim dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen. Allerdings handelte es sich bis zur Verwaltungsreform von 1821 weiter um teilweise standesherrliches Gebiet, das zu 7/12 dem großherzoglichen Amt Bingenheim, zu 5/12 dem standesherrlichen Amt Ortenberg zugeordnet war. 1821 wurde dann der Landratsbezirk Nidda gebildet, zu dem auch Heuchelheim gehörte, ab 1832 war es dem Kreis Nidda zugeordnet, kurzzeitig während der Revolution von 1848 bis 1852 dem Regierungsbezirk Nidda, ab 1874 dem Landkreis Büdingen.

Seit 1972 bilden die 6 Orte Beienheim, Blofeld, Dorn-Assenheim, Heuchelheim, Reichelsheim und Weckesheim die "Gesamtstadt Reichelseim/Wetterau". Die neugegründete Gesamtstadt Reichelsheim erhält Stadtrechte im Sinne der Hessischen Gemeindeordnung und ein neues gemeinsames Stadtwappen.


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