Ortsteil Blofeld

Aus Historisches Reichelsheim
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Überblick

Die Erstnennung Blofelds findet sich in der im Hessischen Staatsarchiv Marburg aufbewahrten älteren Überlieferung des Klosters Fulda. In einem undatierten Güterverzeichnis der fuldischen Propstei Michaelsberg wird auch Blofeld als „Blafelt“ genannt. Das Verzeichnis kann nur auf „um 1160“ (Abfassungszeit des „Codex Eberhardi“, in dem es enthalten ist) datiert werden. Das Abschlussjahr des „Codex Eberhardi" 1165 kann daher als Ansatzpunkt für Jubiläen Blofelds dienen.

Mit dem fuldischen Anteil von Blofeld waren die Grafen von Nidda belehnt; derselbe kam durch den Abt Johann im Jahre 1423 durch Kauf an Philipp von Nassau, bis Nassau denselben 1570 dem Landgrafen Ludwig IV. käuflich überließ.[1] [2]

Das Dorf Blofeld wurde im 30jährigen Kriege verwüstet und völlig entvölkert. Die kleine Kirche (bereits 1349 urkundlich genannt) stand viele Jahre einsam auf weiter Flur, wurde aufgebrochen und vollkommen ausgeraubt; gewissenlose Räuber stahlen sogar die Glocke aus dem Turm. Erst unter der Herrschaft des Landgrafen Wilhelm Christoph von Hessen- Homburg-Bingenheim (1648 – 1681) wuchs wieder neues Leben in den Ruinen.

Die bäuerliche Struktur des Dorfes hat sich bis in unser Jahrhundert erhalten. Wie alle übrigen Stadtteile ist Blofeld heute jedoch überwiegend reine Wohnsitzgemeinde und hat etwa 500 Einwohner.

Seit 1972 bilden die 6 Orte Beienheim, Blofeld, Dorn-Assenheim, Heuchelheim, Reichelsheim und Weckesheim die "Gesamtstadt Reichelseim/Wetterau". Die neugegründete Gesamtstadt Reichelsheim erhält Stadtrechte im Sinne der Hessischen Gemeindeordnung und ein neues gemeinsames Stadtwappen.

Blofeld im Internet


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Artikel zum Ortsteil Blofeld


Einzelnachweise

  1. Georg Justin Wilhelm Wagner: Beschreibung des Großherzogthums Hessen, 1830, Seite 32
  2. Urkunden im Staatsarchiv: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b2000