Artikel der Rubrik "Damals" / Farblithografie Dorn-Assenheimum 1900

Aus Historisches Reichelsheim
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Für den Stadtkurier 03. Mai 2013
Rubrik "Damals"

Verantwortlich und Ansprechpartner für die Rubrik "Damals" ist:
Horst Diehl
Bingenheimer Straße 29
mail-Adresse: h.diehl@web.de


In 1986/87 hatte Herr Gerhard Hofmann im Auftrag der Stadt Reichelsheim unter anderem ein umfangreiches Bilderarchiv erstellt, in dem alte Fotografien und Ansichtskarten aus allen Stadtteilen zusammengetragen und in langwieriger Arbeit dokumentiert worden sind.
Eine Auswahl dieser Bilder wurde nach Abschluß dieser Arbeit wöchentlich im Stadtkurier veröffentlicht und somit allen Bürgern zugänglich gemacht.
Nun - nach 25 Jahren - möchten wir diese Bilder erneut der Öffentlichkeit vorstellen und uns bei allen bedanken, die zu diesem Archiv beigetragen haben.

Wir hatten im Dezember mit " Weihnachtsgrüße aus Reichelsheim Anno 1950" begonnen und werden nun wöchentlich ein Bild mit der entsprechenden Dokumentation in der Rubrik "Damals" veröffentlichen.

Diese Beschreibungen sind möglicherweise lückenhaft oder gar fehlerbehaftet und sind nach damaligem Wissen überliefert und festgehalten worden.
Wir sind für jeden ergänzenden Hinweis dankbar und für jeden Verbesserungsvorschlag offen.


Bildbeschreibung:

Farblithografie von Dorn Assenheim um 1900


Lithografie = von griech. Stein und schreiben = Steindruckverfahren.

Die farbige Lithografie wurde von einem Franzosen um das Jahr 1840 entwickelt und war bis in die 1950er Jahre aktuell. Man druckte in mehreren Arbeitsgängen verschiedene Grundfarben übereinander und erzeugte damit ein Bild mit zahlreichen Mischtönen.

Die Karte ist im Juli 1901 geschrieben worden

Abgebildet sind: oben links die Kirche, die nach den auf den Türbogen eingearbeiteten Jahreszahlen in 1714 gebaut worden sein soll
darunter der Kettenbrunnen aus dem Jahre 1794, Ecke Wetteraustraße/Untergasse
und unten links das Pfarrhaus.
Oben rechts ein Gesamtbild des Ortes aus südlicher Richtung
Im Schriftfeld ist ein Gedenkstein abgebildet. Ich könnte mir gut vorstellen, daß dies der Vorentwurf zum Kriegerdenkmal 1870/71 gewesen sein könnte.

Beschreibung des Denkmals aus der Liste der Kulturdenkmäler: Vor dem Hof Wetteraustraße 11 errichtete Gedenkstätte für die Dorn-Assenheimer Opfer des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71; in Sandstein und in Form eines Obelisken mit Eichenlaubkranz über hohem Postament ausgeführt. Durch einen Neubau anstelle der Scheune von Wetteraustraße 11, die Veränderung der ursprünglichen Einfriedung und den Verlust einer Kastanie auf dem Hof der Standort der Gedenkstätte nicht mehr so markant im Ortsbild. Der geschichtliche Wert der Gedenkstätte als herausgehobener Ort der Erinnerung bleibt davon unberührt.


DA Farblithografie 1900.jpg